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REINHARD EIBER [ JUNI 2022 ]

Der Feuchter Bildhauer zeigt einen Querschnitt seiner Arbeiten mit verschiedenen Werkgruppen.
Während er bei Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum meist mit den Materialien Bronze und Stein gearbeitet hat, verwendet er bei seinen freien Arbeiten vorwiegend Ton.
Nach dem Studium der klassischen figürlichen Bildhauerei ist sein Umgang mit Tierdarstellungen und der menschlichen Figur immer spielerischer geworden. Klassische Motive haben ihre „Strenge“ verloren. So sind viele seiner Keramikarbeiten heute mit farbenfrohen filigranen Mustern über-
zogen - nach dem Motto „Kunst darf fröhlich sein! „
Viele Motive - die auch oft erst durch Auftragsarbeiten Eingang in seine freien Arbeiten fanden - tauchen in Variationen und neuen Kombinationen immer wieder auf.
Ein wichtiger Teil seiner Arbeit sind Reliefs, oft mit sehr kleinteiligen Darstellungen bis hin zu Medaillen und Münzentwürfen.              
Eiber war fast 3 Jahrzehnte lang Leiter der Studienwerkstätte für Gipsgießen  an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.

REINHARD EIBER

Keramik-Skulptur-Malerei

03. – 26. Juni 2022

Spitzweed-Kulturscheune Roßtal

Schulstr. 25

Reinhard Eiber

1953 geb. in Marktredwitz

1972-1974 Lehre als Holzbildhauer in Garmisch-Partenkirchen und   Bischofsheim / Rhön

1974-1980 Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Wilhelm Uhlig

1980-1992 freischaffender Bildhauer in Feucht bei Nbg.

1992-2019 Leiter der Studienwerkstätte für Gipsgießen an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.


Reinhard Eiber zeigt in der Ausstellung einen Querschnitt seiner Arbeiten aus 50 Jahren.Während des Studiums standen durch die Ausrichtung auf die klassische figürliche Bildhauerei in erster Linie die menschliche Figur und Tierdarstellungen im Vordergrund - neben lebensgroßen Aktfiguren
überwiegend Reliefs und Kleinplastiken in Bronze und Keramik. In der Zeit nach dem Studium traten die Motive der Skulpturen etwas in den Hintergrund.
Wichtig wurde Form und Material. Es entstanden zum Teil abstrakte rauhe Tonarbeiten, Reliefs aus Pappmache oder auch vereinzelt Arbeiten aus Basalt. Danach ging es wieder zurück zur figürlichen Plastik, wobei der Umgang mit der menschlichen Figur und den Tierdarstellungen immer spielerischer wurde. Klassische Motive haben ihre „Strenge“ verloren.
Viele der Keramikarbeiten sind heute mit farbenfrohen, filigranen Mustern überzogen - nach dem Motto „Kunst darf fröhlich sein“
So sind z.B. verschiedene Tierdarstellungen zu Türmen aufeinandergesetzt und bunt bemalt. Bedeutungsschwere Aussagen spielen keine Rolle, wichtig sind die Freude am Schaffensprozess und das optische Vergnügen beim Betrachter.
Viele Motive - die auch oft erst durch Auftragsarbeiten Eingang in Eibers freie Arbeiten fanden - tauchen in Variationen immer wieder auf.
Ein breiter Fundus an Formen ist das Grundmaterial für vielfältige Kombinationen.
Es ist ein freies Spiel mit vorhandenen Elementen. Dabei spielt die Herstellungstechnik eine wichtige Rolle. Eiber stellt als Ausgangspunkt seiner Arbeiten immer erst ein Gipsmodell her, das eine klare Bearbeitung nach seinen Wünschen erlaubt. Danach kommt die Umsetzung in ein anderes Material - z.B. Bronze oder Ton. Für Keramikarbeiten wird vom Gipsmodell ein -oft vielteiliges - Gipsnegativ hergestellt,in das dann der weiche Ton gedrückt wird.Das einzelne Motiv ist dadurch reproduzierbar und wird durch Teilungen, durch Kombination mit anderen Motiven und durch verschiedene Glasuren und Bemalungen zum Unikat.
Schon seit dem Studium spielt die Technik des Gipsschnitts eine wichtige Rolle in Eibers Arbeit. Dabei werden Motive oder Schriften spiegelbildlich in eine Gipsplatte vertieft geschnitten oder gekratzt. Der Abdruck davon ergibt dann ein erhabenes Relief. In dieser Technik sind viele Schrift - und Gedenktafeln im öffentlichen Raum entstanden, z.B. die Bronzereliefs für die beiden Nürnberger Synagogengedenkstätten oder ein3-teiliges Tastrelief für Blinde an der Lorenzkirche. Ebenfalls in Gipsschnitt entstanden sind Entwürfe für Gestaltungswettbewerbe für Euro-Sondermünzen und zahlreiche Medaillen, von denen sich mehrere in öffentlichen Sammlungen befinden, wie z.B. dem Germanischen Nationalmuseum, den Staatl.Kunstsammlungen Dresden und der Staatl. Münzsammlung München. Als freie Arbeiten sind in diesem Bereich Reliefs mit vielen kleinen , filigranen Darstellungen entstanden, die an Bilderschriften erinnern. Neben den meist kleinformatigen Bronzen und Keramiken sind größere Werke als Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum entstanden, z.B. Brunnen und Gedenksteine auf öffentlichen Plätzen. In Innenräumen entstanden bis zu 10 Meter lange keramische Wandgestaltungen. Parallel zu den plastischen Arbeiten sind auch immer Malereien, Zeichnungen und Collagen entstanden, die meist wie die Skulpturen sehr filigran und farbenfroh sind.